Bauten

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Fertigstellung 2026

Kunstinstallation by © Daniela Schönbächler
Fotos by © Kuster Frey, Zürich

Die neue Abdankungshalle setzt sich an den westlichen Rand des Alten Turnplatzes. Durch die Stellung des Gebäudes wird dieser sehr offene Raum wohltuend gefasst und bildet den Übergang zur Pfarrkirche und dem Friedhof. Dreiseitig in einen Ahornhein gebettet, findet das Gebäude seinen ganz spezifischen Ort der Stille und Geborgenheit und bietet den Trauernden die notwendige Intimität um den von uns Gegangenen zu gedenken. Eine kleine Treppe führt die Trauernden hinauf in die Welt des Abschiednehmens und der Besinnung. Der ausladende, seitliche gefasste Portico empfängt die Trauernden und führt sie gedeckt ins Innere des Gebäudes. Mittig in den Urnenraum und seitlich entlang den gegen Aussen hin geschlossenen Wandelgängen hin zu den drei Aufbahrungsräumen. Mittig im Gebäude verortet sich ein gegen die Unendlichkeit des Himmels geöffneter Hof und führt Licht in das Haus der Ruhe und Kontemplation. Die still im Hof einbeschriebene Wasseroberfläche spiegelt Licht an Wänden und Decken und unterstützt die Trauernden in ihrem geistigen Prozess des Abschiednehmens. Die in das Wasserbecken gesetzte Skulptur von Daniela Schönbächler, ein aus dem Gotthardmassiv stammender Serpentin verkörpert die Kraft aber auch Endlichkeit des Lebens. So trägt der zweiseitige beschnittene Stein den Namen „Saxum RIP (Rest in Peace)“ und besitzt auf einer der beschnittenen Seiten die Inschrift „ Metamorphosis in aeternum“.

Das Gebäude setzt sich in drei Raumschichten in das leicht fallende Gelände. Die Konstruktion und Materialwahl des Gebäudes und der Umgebung verkörpern Leben und Tod aber auch Erinnerung und Vergänglichkeit zugleich. Ahornbäume welche sich von Jahreszeit zu Jahreszeit verändern und im Herbst ihr farbiges Laub auf den kiesigen Bodenbelag gleiten lassen, säumen das aus Holz und vorfabrizierten Stampflehmelementen konstruierte Gebäude.In den drei kleinen Aufbahrungsräumen wölben sich die Decken zu einem kleinen, gegen den Himmel hin geöffneten Oblicht. Das feine Zenitallicht erhellt diese mit Katafalken bestückten Trauerräume und lässt die Verstorbenen ein letztes Mal in die Unendlichkeit des Universums blicken. Die naturbelassenen Materialien verleihen den Räumen eine kontemplative und sinnliche Ruhe.

Werkverzeichnis